Neue Anwendungsidee für innovative DLR-Technologie entdeckt: Differenzierbares Raytracing in der Praxis
Das Technologietransfer-Team des Startup Village Jülich hat in Zusammenarbeit mit dem DLR Institut für Solarforschung eine vielversprechende neue Anwendungsidee für eine hochmoderne Technologie entdeckt: Differenzierbares Raytracing. Diese bahnbrechende Technologie, die ursprünglich zur Fehlerkorrektur von Heliostaten in Solarkraftwerken entwickelt wurde, hat nun Potenzial in einem völlig neuen Bereich – der Optimierung von Beleuchtungsprodukten.
Effectuation Workshop: Ideenfindung und Technologietransfer
Die Zusammenarbeit beginnt mit unserem Effectuation Workshop, bei dem das Startup Village Jülich gemeinsam mit dem DLR Institut für Solarforschung die aktuellen Forschungsarbeiten des Instituts unter die Lupe genommen hat. Ziel des Workshops war es, Technologien zu identifizieren, die über das Labor hinaus in der Praxis nutzbar sind. Dabei wurden zahlreiche Anwendungsideen gesammelt, die das wirtschaftliche Potenzial der Forschungsergebnisse aufzeigen.
BIG Workshop: Differenzierbares Raytracing und wirtschaftliches Potenzial
Im darauffolgenden BIG Workshop wurde die priorisierte Technologie – das differenzierbare Raytracing – detailliert bearbeitet. Diese Technologie spielt eine entscheidende Rolle bei der Fehlerkorrektur von Heliostaten in Solarkraftwerken, da sie die Strahlenverfolgung und -lenkung optimiert. Dies verbessert die Effizienz und Leistung von Solaranlagen erheblich.
Im Workshop wurde intensiv daran gearbeitet, das wirtschaftliche Nutzungspotenzial dieser Technologie zu analysieren und zu validieren. Dabei wurden nicht nur technische Fragen geklärt, sondern auch Businessmodelle entwickelt, um den Weg in die Marktreife zu ebnen.
Ein unerwartetes Ergebnis: Anwendung in der Beleuchtungstechnik
Eine der spannendsten Entdeckungen dieses Workshops war jedoch ein völlig neuer Anwendungsbereich: die Optimierung von Beleuchtungsprodukten. Durch Interviews mit Expert:innen aus der Industrie wurde deutlich, dass die Technologie auch in der Beleuchtungsbranche erhebliche Vorteile bieten könnte. Hier eröffnet das differenzierbare Raytracing neue Möglichkeiten, Lichtquellen effizienter zu gestalten und damit Energie zu sparen – ein Thema, das in der modernen Beleuchtungstechnik immer wichtiger wird.
Diese unerwartete Anwendungsidee zeigt, wie vielseitig technologische Innovationen sein können, wenn sie mit einem kreativen Ansatz und offenen Augen betrachtet werden.
Starke Partnerschaften für den Erfolg
Ein solches Ergebnis wäre ohne starke Partnerschaften nicht möglich gewesen. Ein besonderer Dank gilt dem ZVEI e. V. und dem Deutschen Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik e.V.. Durch diese Partner konnten wertvolle Kontakte in die Branche geknüpft werden, die das Innovationspotenzial dieser Technologie weiter beflügelt haben.
Ebenso möchten wir uns beim DLR Institut für Solarforschung bedanken. Das Wissen und Engagement des Teams waren entscheidend für den Erfolg des Workshops und haben gezeigt, wie fruchtbar die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft sein kann.
Zukunftsperspektiven: Die nächsten Schritte
Nach diesem erfolgreichen Workshop stehen nun die nächsten Schritte an. Die neu entdeckte Anwendungsidee wird weiter erforscht, und es werden konkrete Maßnahmen ergriffen, um das Potenzial in der Beleuchtungstechnik vollständig zu erschließen. Mit starken Partnern und einem klaren Fokus auf die wirtschaftliche Nutzbarkeit dieser innovativen Technologie blicken wir gespannt in die Zukunft.
Das Startup Village Jülich wird auch in den kommenden Monaten eng mit dem DLR Institut für Solarforschung und den Industriepartnern zusammenarbeiten, um die Technologie zur Marktreife zu führen und ihre Anwendungsmöglichkeiten weiter auszubauen.
Fazit: Innovation durch Zusammenarbeit
Dieser Workshop zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll der Technologietransfer zwischen Forschung und Wirtschaft sein kann. Das differenzierbare Raytracing, ursprünglich für Solarkraftwerke entwickelt, hat nun das Potenzial, auch in der Beleuchtungstechnik eine Revolution zu bewirken. Dies ist ein starkes Beispiel dafür, wie Forschung, kreative Ideenfindung und enge Zusammenarbeit zu bahnbrechenden Innovationen führen können.
Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und sind gespannt auf die nächsten Schritte in der Entwicklung dieser vielversprechenden Technologie!
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